Rezension – 13: Das erste Buch der Zeit – Rose Snow

19.06.2018 18:17

#Werbung #Rezensionsexemplar

Kurzbeschreibung

Würdest Du einen Blick in die Zukunft riskieren? Entdecke die neue Romantasy-Trilogie von Bestseller-Autorin Rose Snow mit der fesselnden Geschichte von Lizzy & Rouven!

Nach dem Tod ihrer Tante ist die 17-jährige Lizzy gezwungen, zu dem Patenonkel ihres Vaters aufs Land zu ziehen. Doch statt der erwarteten Langeweile begegnet ihr der geheimnisvolle Rouven, mit dem sie regelmäßig aneinanderknallt. Dabei hat Lizzy völlig andere Sorgen, denn die ganze Kleinstadt steckt voller Geheimnisse - und das größte davon scheint sie selbst zu sein. Was hat es mit den knisternden blauen Blitzen auf sich, die Lizzy auf einmal sehen kann?

„13 - Das erste Buch der Zeit“ ist der Beginn unserer neuen funkensprühenden Romantasy-Reihe.

Band 2 und 3 erscheinen beide noch im Juli 2018!

Erscheinungsdatum: 15. Juni 2018

Seitenzahl der Printausgabe: 249

Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.

ISBN-10: 3947785003

ISBN-13: 978-3947785001

Hier geht’s zum Buch: Rose Snow / Instagram

Ich habe dieses Buch vom Autorenduo zum Vorablesen erhalten. Dieser Umstand hat keinen Einfluss auf meine Beurteilung.

Angaben zum Autor (aus Sicht der Autoren)

Hinter den Pseudonymen Rose Snow und Anna Pfeffer stecken wir, Carmen und Ulli. Zusammen sind wir 74 Jahre alt, haben 2 Männer, 6 Kinder und 3 Katzen. Wir können ewig reden, lieben Pizza und Schokolade und lachen unheimlich gerne, vor allem über uns selbst.

Seit dem Sommer 2014 schreiben wir als Rose Snow Romantasy, darunter die vierteilige Bestsellerreihe „17 – Die Bücher der Erinnerung“. Im Herbst 2016 ist mit "Für dich soll's tausend Tode regnen" unter Anna Pfeffer unser erster Jugendroman bei cbj erschienen. Seitdem veröffentlichen wir regelmäßig neue Jugendbücher und Romantasy-Reihen, wie zuletzt "13 - Die Bücher der Zeit."

 

Rezension – Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung

Bevor ich diese Besprechung starte, muss ich einfach gestehen: Ich bin ein großer Rose Snow-Leser und liebe ihre Geschichten immer. Bisher hat mich das Autorenduo noch nie enttäuscht. Vor allem ihre Zahlen-Reihen haben es mir angetan und da die 13 persönlich eine meiner beiden Lieblingszahlen (neben der 11) ist, war ich schon ganz gespannt, was sich hinter dieser tollen Reihe verbirgt. Als mir dann auch noch klar wurde, dass es sich dabei um Geschichten handelt, die die Zeit dehnen und mit ihr spielen, war meine Lust bis ins Grenzenlose geweckt, die Erwartungen somit sehr hoch. Haben es die Mädels um Rose Snow geschafft, mich auch dieses Mal wieder zu begeistern?

Die kurze und simple Antwort: Ja, und wie!

Die etwas längere Version folgt nun:

Im ‚ersten Buch der Zeit‘ starten wir eher traurig. Die Geschwister Alexa und Lizzy müssen den Tod eines engen Familienmitglieds verwinden, übrigens nicht das erste Mal für die beiden, und werden aus ihrer Heimat gerissen, um bei ihrem mürrischen Patenonkel zu leben. Dieser wirkt durchweg durch Band eins unnahbar, eigenbrötlerisch und auch ein bisschen spooky und macht es den beiden Mädchen somit nicht leicht, in ihrer neuen ‚Heimat‘ Fuß zu fassen. Auch wenn ich eine Lanze für ihn brechen muss: Ich glaube ja, er hat ein gutes Herz und sich nur eine starke Schutzmauer errichtet, die vielleicht durch die Zeitgabe bröckeln wird. Aber Stopp: wir wollen ja nicht spekulieren. Zurück zu den Mädels, die ins verschlafene Kirchbruch mit seinen skurrilen Bewohnern verfrachtet wurden. Als wäre ein Umzug zu einem quasi Fremden nicht schon schlimm genug, wird zumindest eine der beiden Schwestern mit einem merkwürdigen und seltenen Geschehen (oder einer Gabe?) konfrontiert, was sich mit der Dauer des Aufenthaltes im Ort des Patenonkels zunehmend wiederholt und sie an ihrem Verstand zweifeln lässt. Immer wieder tauchen bläuliche Lichtpunkte, Lichtblitze vor ihr auf, die nur sie zu sehen scheint. Sie entladen sich aus ihrem Körper und scheinen die Zeit für einen Moment einzufrieren. Niemand bemerkt es, nur Lizzy, die sogar einer Astralprojektion gleich in diesen Augenblicken ihr eigenes physisches Sein verlässt und multiple Möglichkeiten der nahen Zukunft sehen kann. Dann begegnet sie auch noch gleich zwei jungen attraktiven Herren, die ihre Welt auf den Kopf stellen. Einer fordert sie und treibt sie nicht nur einmal mit seinem Gehabe zur Weißglut, während der andere oftmals wie der Retter in der Not erscheint und genau im richtigen Moment auftaucht.

  • Doch für wen soll sie sie entscheiden? Den Mysteriösen oder den offensichtlich Netten?
  • Was bedeutet ihr Gabe, die Zeit anzuhalten und die Zukunft zu sehen oder zumindest einige Versionen davon?
  • Wird sie aktiv eingreifen und das Leben vieler verändern oder nur stumm zusehen können?
  • Und warum tauchen ständig immer diese blauen Lichtblitze auf?
  • Was bedeuten sie, und warum verfärben sie sich bei einer ganz bestimmten Person ins Violette?
  • Was hat bei dem Ganzen die Zahl 13 zu bedeuten und was ist mit den Geheimen Zwölf, die im Buch Erwähnung finden?
  • Hat all das etwas mit dem Ort zu tun, an den die beiden Schwestern geschickt wurden? Ein Ort, der langweiliger nicht sein könnte und dennoch seine eigenen Geheimnisse birgt? Warum sonst sollten ihn so viele Menschen schlagartig verlassen wollen?

Lasst euch fesseln vom neuen Romantasy-Auftakt aus Rose Snows Feder und geht gemeinsam mit Lizzy (und ihrer Schwester) auf Ergründungstour. Löst das Rätsel um die Bücher der Zeit und findet heraus, ob ihr Euch am Ende richtig entscheiden würdet.

»Für große Sorgen sorgt das Leben – den kleinen Trost spendieren die Reben.«

Mir hat die Geschichte um Lizzy und das Rätsel der Zeit, wie ich es nenne, sehr gefallen. Es war spannend, energiegeladen und voller Charme und Wortwitz. Seien es die etwas anderen Bewohner des kleinen Städtchens selbst, die Lizzy mit ihrer unaufdringlich aufdringlichen Art stets fordern und jedes noch so politische Mächtespiel der heutigen Zeit bedienen. Oder Lizzy selbst, die sich nichts gefallen lässt und auf Erkundungstour geht.

Ich bin neugierig, wie es weitergeht und was es wirklich mit den beiden männlichen Charakteren Rouven und Tristan auf sich hat, denen Lizzy mehr und mehr begegnet. Vor allem aber mochte ich es, dass man sich so gut in die Charaktere einfühlen und die Geschichte quasi durch ihre Augen erleben konnte. Lizzy ist aufgeweckt, wissbegierig und klug, was sie für mich zu einem starken Charakter macht. Sie lässt sich nicht unterkriegen und widersetzt sich den Dingen, die ihr nicht passen. Sie macht den Mund auf und ist doch auch höflich, aber auf eine direkte Art. Sie ist für mich der Charakter schlechthin, um mich auf ein solches Leseabenteuer einzulassen. Aber auch die anderen Charaktere wirken für mich greifbar, sympathisch und jeder mit seinem eigenen Geheimnis versehen, was die Geschichte für mich zu einem Pageturner macht, da man unbedingt alles um das kleine Örtchen Kirchbruch und seine Bewohner ergründen will.

Der Schreibstil selbst trägt die Geschichte neben den gut ausgestalteten Charakteren durch seine Leichtigkeit und bildhafte, aber nicht zu überladene Sprache. Die Seiten fliegen nur so dahin und man vergisst die Zeit, will gar nicht, dass es endet. Es entsteht eine gewisse Sogwirkung, dem Fluss der Zeit gleich, die einen den nächsten Teil herbeisehnen lässt. Zumindest erging es mir so. Kommen wir zur Idee der Geschichte, die ich sehr originell finde. Wer hat sich nicht schon mal Gedanken darüber gemacht, welche Möglichkeiten die Zukunft bietet und wie diese aufgrund der kleinsten Kleinigkeiten variieren und alles verändern können. In Band eins wird das ganze Mystische um die Zeit noch eher langsam thematisiert, sodass man beim Lesen nicht überfordert wird, sondern es Stück für Stück mit der Protagonistin entdeckt. Samt aller damit zusammenhängenden Sorgen und Zweifel, was es für mich trotz des Genres irgendwie sehr realistisch gemacht hat. Das ist super, weil es die Geschichte auf eine andere Ebene hebt und sie zugleich dennoch in unsere Welt bettet. Weiter so.

Was das blaue Cover angeht, bin ich ein großer Fan. Webt es mit der Ziffer 13 und der Uhr im Hintergrund doch schon ein perfektes Kleid für die Geschichte. Zudem schafft es einen enormen Wiedererkennungsfaktor und Rahmen zu den anderen Zahlenreihen der Autorinnen und fügt sich somit gut in ihr Romantasy-Schema ein. Ich bin gespannt auf die Cover der weiteren Titel. Was mir bei diesem besonders gefällt, sind die kleinen Lichtpunkte, die sich um die Zahl 13 tummeln, denn sie haben in der Geschichte selbst auch eine wichtige Bedeutung beziehungsweise Funktion.

Abschließend kann ich nur sagen: Ein geheimnisvolle Lesevergnügen, das sexy und lustig zugleich daherkommt. Unterhaltsam, romantisch und ansteckend. Wenn Ihr Geheimnisse liebt, solltet ihr es lesen. Und auch sonst. Die Zeichen der Zeit stehen auf Veränderung, verpasst es nicht.

 

Eure Jil Aimée